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Martin Hlatky
Musik ist für mich ein Zuhause
Musik ist für mich ein Zuhause
Musik begleitet mich, seit ich denken kann. Akkordeon und Gitarre waren schon früh Teil meines Alltags – und meine ersten Lehrer waren meine Mutter und mein Vater. Sie haben mir nicht nur die ersten Griffe gezeigt, sondern vor allem die Freude daran vermittelt, mit Musik Menschen zu berühren.
Meine ersten Auftritte hatte ich in einer Pfadfinderband: bei Pfarrkränzchen, rhythmischen Messen und überall dort, wo ein Lied die Menschen zusammenbringen konnte. Mit einem Augenzwinkern nenne ich diese Zeit heute manchmal meine Zeit als „Sakralpunker“. Es war der Anfang einer lebenslangen Liebe zur Musik.
Ein Weg mit vielen Stationen
Bevor ich ganz bei der Musik angekommen bin, habe ich auch andere Wege kennengelernt: als Buchhalter, Molkereiarbeiter, Segellehrer, Hüttenwirt und Zettelverteiler. Jede dieser Erfahrungen hat mir etwas mitgegeben – Gelassenheit, Bodenständigkeit und den Blick für die Menschen.
Schließlich führte mich mein Weg ans Konservatorium der Stadt Wien, wo ich Gitarre studierte. Danach setzte ich meine Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien fort und schloss sie mit einer Auszeichnung im pädagogischen Bereich ab.
Viele Jahre unterrichtete ich an einer Wiener AHS Gitarre, Spielmusik, Musikerziehung und Wahlpflichtfach Musikerziehung; sogar ein Jahr Keyboard war dabei. Auch in der Lehrerfortbildung durfte ich im Bereich neuer Medien im Musikunterricht tätig sein. Wissen weiterzugeben und junge Menschen auf ihrem musikalischen Weg zu begleiten, war und ist mir ein großes Anliegen.
Vom Vierspurrekorder zum Heimstudio
Neben dem Musizieren hat mich immer auch die Welt der Produktion fasziniert. Angefangen hat alles mit einem Vierspur-Kassettenrekorder. Später kamen Atari, MIDI-Aufnahmen, erste Notensätze und schließlich die Arbeit mit Cubase, Audioaufnahmen, virtuellen Instrumenten, Mix und Mastering dazu.
Heute verbinde ich diese Erfahrungen in meinem Heimstudio: mit Geduld, einem offenen Ohr und dem Anspruch, jede Aufnahme so zu behandeln, als wäre sie etwas ganz Persönliches. Denn genau das ist Musik für mich auch: eine Geschichte, die ihren eigenen Klang finden darf.
Musik ist Begegnung
Als Musiker, Komponist und Produzent durfte ich viele besondere Begegnungen erleben. Meine Lieder erschienen auf mehreren Sampler-CDs und in Notenheften; außerdem habe ich Beiträge in Fachzeitschriften veröffentlicht.
Ich arbeitete unter anderem mit Arik Brauer, Timna Brauer, Elias Meiri und Fernando Paiva zusammen. Dazu kamen CD-Produktionen, Mastering-Projekte und musikalische Schulprojekte mit Aufnahmen, Covergestaltung und Aufführungen.
Besonders gern erinnere ich mich auch an meine Arbeit in Duos und Ensembles: an Weltmusik, Neues Wiener Lied und viele unterschiedliche Formationen. Daneben spiele ich immer wieder solo – bei Weihnachtsfeiern, privaten Anlässen und Dichterlesungen. Musik schafft Nähe, auch dort, wo Worte allein nicht ausreichen.
Musik sehen – Fotografie als zweites Ausdrucksmittel
Neben der Musik begleitet mich seit meiner Jugend auch die Fotografie. Mich fasziniert bis heute, mit Bildern Stimmungen, Begegnungen und die kleinen, oft flüchtigen Momente festzuhalten, die sonst schnell vorbeiziehen.
Ob bei Konzerten, Porträts, Feiern oder besonderen Anlässen: Ich sehe Fotografie als Ergänzung zur Musik. Beides erzählt Geschichten – einmal mit Klängen, einmal mit Licht, Farbe und Blicken. Diese Verbindung von Hören und Sehen prägt meine Arbeit bis heute und macht viele Projekte für mich besonders stimmig.
Wegbegleiter und Referenzen
Über die Jahre durfte ich mit vielen Künstlerinnen, Künstlern, Schulen und engagierten Menschen arbeiten. Dazu zählen unter anderem Arik Brauer, Timna Brauer, Elias Meiri und Fernando Paiva sowie Projekte mit Wiener Schulen und Musikgruppen.
Solche Begegnungen sind für mich keine bloßen Referenzen. Sie stehen für Vertrauen, gemeinsame Ideen und die Freude daran, etwas entstehen zu lassen, das bleibt.
Was mir wichtig ist
Ob Unterricht, Aufnahme, Notendruck, Fotografie oder Gestaltung: Hinter jedem Projekt steht ein Mensch mit einer Idee. Diese Idee ernst zu nehmen, gemeinsam weiterzuentwickeln und mit Herz umzusetzen, ist mein persönlicher Anspruch.
Ich freue mich auf Menschen, die ihre Musik aufnehmen, lernen, festhalten oder sichtbar machen möchten – und auf alles, was daraus entstehen kann.